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Schreiben des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Sehr geehrter Familie Weber, ihr Projekt verdient Anerkennung und Unterstützung. Was Sie mit viel Eigenleistung und Engagement aufgebaut haben, kann in der Tat Modell sein für einen neuen Zusammenhalt der Generationen - eine Familie eben, die nicht miteinander verwandt ist, wie es in dem mitgeschickten Artikel treffend heißt. Dieses Ziel verfolgt auch das Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser des Bundesfamilienministeriums. Wir gehen allerdings einen anderen Weg: Nicht das gemeinsame Wohnen steht dabei im Mittelpunkt, sondern die Ausstrahlung in die Nachbarschaft und die Kommune. Mehrgenerationenhäuser im Sinne unseres Aktionsprogramms sollen Tagestreffpunkte sein und Angebote für familien- und generationenunterstützende Dienstleistungen machen. Unabhängig von diesen Unterschieden in der Konzeption halte ich das, was sie tun, für sehr wichtig: Je mehr ältere Menschen es gibt, desto weniger wird es möglich sein, Pflege und Fürsorge für Ältere allein den Familien zu überlassen. Wir brauchen Orte des gemeinsamen Lebens von Jung und Alt über die Familie hinaus. Ich wünsche Ihnen daher bei Ihrem Engagement für den Fortbestand Ihres Mehrgenerationenhauses viel Erfolg. www.mehrgenerationenhaeuser.de im Juli 2006 |
Köhler fordert mehr Miteinander zwischen Jung und Alt
Quelle:t-online.de |
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Herzlich willkommen! Zugegeben, unser Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration hat einen ziemlich langen Namen, aber wir sind stolz darauf. Als einziges Bundesland hat Nordrhein-Westfalen ein Ministerium geschaffen, das die wichtigsten Politikfelder der Zukunft unter einem Dach bündelt. Unser Ziel ist eine neue Kultur des Füreinander und Miteinander. Die Bevölkerungsstruktur unserer Gesellschaft verändert sich, unser Land wird älter. Wir brauchen deshalb neue Ideen für das Zusammenleben der Generationen, mehr Hilfe für Familien. Unser Ministerium steht für soziale Gerechtigkeit, für gleiche Chancen von Frauen und Männern. Wir arbeiten für ein harmonisches Miteinander der Kulturen, für gleichberechtigte Teilhabe der Zugewanderten und ihrer Kinder am gesellschaftlichen Leben unseres Landes. Auf unseren Internetseiten finden Sie wichtige Tipps und Informationen und wir laden Sie ein, die Angebote unseres Ministeriums kennen zu lernen.
Herzlichst, Ihr
Armin Laschet Quelle:Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration |
Weihnachtsansprache von Bundespräsident Horst Köhler25.12.2008Berlin Liebe Landsleute, meine Frau und ich wünschen Ihnen allen von Herzen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest. Für jeden von uns, ob Christ oder nicht, sind die Bilder von Weihnachten einleuchtend: Ein Kind wird geboren, in einem Stall in einer Futterkrippe - und mit ihm kommt Licht in die Welt. Menschen in Sorge und Angst hören den Ruf: "Fürchtet euch nicht!" Dieses Fest und diese Botschaft brauchen wir - alle Jahre wieder. Denn auch in unserem Alltag ist vieles nicht heil. Das gilt im persönlichen Leben, wo es bis in die Familien hinein nie ganz ohne Streit zugeht. Wo uns Krankheit trifft, wo wir Einsamkeit spüren, wo uns der Tod einen lieben Menschen nimmt. Viele haben im vergangenen Jahr solche Erfahrungen gemacht, und ich wünsche Ihnen, dass Sie Trost finden und auch wieder Zuversicht. Ich denke heute Abend auch an unsere Soldatinnen und Soldaten, die in der Ferne für Sicherheit und Wiederaufbau sorgen. Sie dienen dem Frieden, unter Einsatz von Leib und Leben. Dafür wollen wir ihnen danken. Sorgen macht uns allen die weltweite Finanzkrise mit ihren Folgen. Unvorstellbar viel Geld ist verspielt worden. Viele haben Angst um ihr Erspartes. Und viele fürchten um ihren Arbeitsplatz. Es ist richtig, dass der Staat entschlossen handelt, um die Betriebe zu schützen und um Arbeit und Einkommen der Menschen zu sichern. Wir werden uns anstrengen müssen. Aber ich habe Zuversicht, dass wir die Herausforderung meistern werden. Warum? Unser Land, seine Bürger und die Politik haben klug und besonnen reagiert. Ich meine, darauf können wir auch in Zukunft bauen. Und ich habe Zuversicht, weil ich weiß: Wir haben ein gutes Fundament. Die Reformen der vergangenen Jahre und die neue Bereitschaft zum Miteinander in den Betrieben haben uns gestärkt für die Aufgaben, die vor uns liegen. Ich bin froh über den Ideenreichtum, die Tatkraft und die Gelassenheit, die ich überall im Lande erlebe. Wir sind gewappnet durch die vielen tüchtigen Menschen, die unsere Gemeinschaft tragen: gut ausgebildete, motivierte Arbeitnehmer, ideenreiche, mutige Unternehmer und Millionen von engagierten Bürgerinnen und Bürgern, die gestalten und anpacken und füreinander einstehen. Das kann uns allen Mut machen. Ich sehe in der Krise auch eine Chance. Eine Chance für eine bessere Zusammenarbeit zwischen den Völkern. Eine Chance für eine bessere Ordnung von Wirtschaft und Finanzen, in der das Kapital allen zu Diensten ist und sich niemand davon beherrscht fühlen muss. Wenn wir dafür arbeiten, dann macht uns diese Krise stärker. Jetzt muss sich entsprechend verhalten, wer Verantwortung trägt und Rechenschaft schuldet. Wir brauchen Achtsamkeit für das Gemeinwohl. Wir brauchen Anstand, Bescheidenheit und Maß. Glaubwürdigkeit bringt das Vertrauen zurück. Es ist das Band, das unsere Gesellschaft zusammenhält. Liebe Landsleute, lassen Sie uns dieses Band gemeinsam stärken. Es liegt wirklich an uns selbst. Schöpfen wir die Kraft aus unseren Möglichkeiten. Diesen Gedanken wollte ich Ihnen heute Abend mitbringen. Und ich möchte allen Dank sagen, die an den Feiertagen Dienst tun, ob hauptberuflich oder im Ehrenamt. Was Sie tun, tut uns gut. Meine Frau und ich wünschen Ihnen und allen, die Ihnen am Herzen liegen, alles Gute - und in diesen Tagen, wie es in dem alten Lied heißt, eine fröhliche, selige, Gnaden bringende Weihnachtszeit. Quelle:Der Bundespraesident |
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"Der Generationenzusammenhalt ist so wichtig wie nie zuvor"
Bundesfamilienministerin legt Evaluation des Aktionsprogramms
Mehrgenerationenhäuser vor
Anderthalb Jahre nach dem Start des bundesweiten Aktionsprogramms
Mehrgenerationenhäuser zieht die Bundesministerin für Familie, Senioren,
Frauen und Jugend, Ursula von der Leyen, eine positive Bilanz. Anlässlich
des heutigen "Tages der Mehrgenerationenhäuser" in Berlin erklärt von der
Leyen: "2006 habe ich das Aktionsprogramm ins Leben gerufen mit dem Ziel,
bundesweit in jedem Landkreis und jeder kreisfreien Stadt
Mehrgenerationenhäuser zu schaffen. Meine kühnsten Erwartungen sind
übertroffen! Seit Anfang 2008 haben wir eine Landkarte mit 500 Häusern. Wir
können aber nicht nur auf diese beeindruckende Zahl stolz sein, sondern auch
auf die Erfolge jedes einzelnen Hauses. Ich habe mich an mehr als 50
Standorten persönlich davon überzeugen können, welch' hervorragende Arbeit
in den Mehrgenerationenhäusern geleistet wird", so die Bundesministerin
weiter.
Der erste Zwischenbericht der Wirkungsforschung nennt drei wesentliche
Merkmale, die den Erfolg der Mehrgenerationenhäuser ausmachen:
1. Mehrgenerationenhäuser sind ein Erfolgsmodell für freiwilliges Engagement
Insgesamt engagieren sich 15.000 Männer und Frauen in den
Mehrgenerationenhäusern. Am stärksten beteiligen sich mittlere und ältere
Erwachsene zwischen 30 und 65 Jahren. Bemerkenswert: 60 Prozent der
Engagierten sind berufstätig und investieren so zusätzlich zu Beruf und
Familie Zeit in das Miteinander der Generationen. Zudem binden sich
Freiwillige meist eng an ihr Mehrgenerationenhaus. Etwa zwei Drittel von
ihnen engagieren sich sind mindestens einmal pro Woche.
2. Mehrgenerationenhäuser sind ein Erfolgsmodell für Zusammenhalt der
Generationen
90.000 Menschen kommen täglich bundesweit in die Mehrgenerationenhäuser und
nehmen knapp 10.000 regelmäßige Angebote wahr. Bereits jetzt begegnen sich
in drei von vier dieser Angebote Jung und Alt - insbesondere bei Kultur- und
Sportangeboten aber auch in 70 Prozent der offenen Treffs sind Jung und Alt
gemeinsam aktiv.
3. Mehrgenerationenhäuser sind ein Erfolgsmodell für haushaltsnahe
Dienstleistungen
Täglich greifen fast 10.000 Menschen auf Dienstleistungen zurück, die in
Mehrgenerationenhäusern angeboten werden. Insgesamt stehen rund 1.500
Dienstleistungen zur Verfügung: mehr als 500 sind Betreuungsangebote (45
Prozent aller Angebote), 300 Essensangebote (24 Prozent) und 240 andere
Dienstleistungen (16 Prozent) wie etwa Haushaltshilfen oder Fahrdienste.
Besonders die 30 bis 50 Jährigen nutzen diese Angebote.
"In einer Gesellschaft, die hohe Mobilität und Flexibilität verlangt, haben
einerseits Familienwerte Konjunktur. Familie wird als zuverlässigstes
soziales Netz wahrgenommen", sagt Ursula von der Leyen. "Gleichzeitig ist
die Kernfamilie vielfach zu klein geworden für ihre großen Aufgaben. Die
traditionelle Großfamilie mit vielen Vettern, Kusinen, Onkeln oder Tanten
ist aus unserer Gesellschaft fast vollständig verschwunden. Von den Vier-
und Fünfjährigen wachsen knapp 30 Prozent ohne Geschwister auf.
Wir können diese Großfamilie nicht zurücksehnen, aber wir können aus den
Prinzipien von Familien lernen, um heute den Kreislauf des Gebens und
Nehmens zwischen den Generationen wieder zu beleben. Dazu brauchen wir Orte,
an denen sich Menschen aller Generationen ganz selbstverständlich im Alltag
begegnen, voneinander lernen und sich gegenseitig unterstützen.
Mit Mehrgenerationenhäusern versuchen wir, überall in Deutschland solche
Räume entstehen zu lassen", so die Bundesfamilienministerin.
Das Bundesfamilienministerium hat das Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser
im Herbst 2006 gestartet. Mehrgenerationenhäuser sind für alle Generationen
offene Tagestreffs. Professionelle Kräfte arbeiten eng und auf gleicher
Augenhöhe mit den Freiwilligen zusammen. Über einen Zeitraum von fünf Jahren
erhält jedes Haus jährlich 40.000 Euro Förderung. 200 der 500 Häuser werden
aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) kofinanziert.
Der "Tag der Mehrgenerationenhäuser" ist das erste Zusammentreffen von
Vertretern aller 500 Einrichtungen in ganz Deutschland. Seit dem Start des
Aktionsprogramms 2006 untersucht die Begleit- und Wirkungsforschung, wie
sich die Mehrgenerationenhäuser entwickeln. Sie dient dem Zweck, an Hand von
Best-Practice-Beispielen Methoden, Ansätze oder Angebote zu entwickeln, mit
denen ein Mehrgenerationenhaus die Ideen des Aktionsprogramms erfolgreich in
die Praxis umsetzen kann. Weitere Informationen finden Sie auf dieser
Homepage und unter
www.mehrgenerationenhaeuser.de
Quelle: Bundesministerium für Familie Senioren Frauen und Jugend |
Weihnachtsansprache von Bundespräsident Horst Köhler25.12.2009Berlin
Liebe Landsleute, meine Frau und ich, wir wünschen Ihnen eine frohe und
gesegnete Weihnacht. Wir denken dankbar an die Geburt Jesu Christi, und
wir freuen uns mit jedem, der Achtung davor hat - ganz unabhängig vom
eigenen Glauben. In der weihnachtlichen Wärme und Geborgenheit kommen
wir zur Ruhe, und wir blicken auf das abgelaufene Jahr.
Wir hatten gemeinsam Freude an der Erinnerung an den Mauerfall vor
zwanzig Jahren. "Wir sind das Volk!" Der Ruf von damals ist bis heute
Auftrag für jeden von uns. Denn die Demokratie, das sind wir alle. Und
wir können alle etwas tun für unser Land.
Mio. von Bürgerinnen und Bürgern leben danach. Sie setzen sich ein für
den Nächsten und für die Allgemeinheit. In Vereinen und
Kirchengemeinden, in den politischen Parteien, in Bürgerinitiativen und
in der Nachbarschaftshilfe. Auch in diesem Jahr habe ich das immer
wieder erlebt. Dieses Engagement lässt uns zusammenhalten und macht
unser Land reicher. Ich bin froh darüber.
Und doch haben wir auch Schutzlosigkeit erfahren in diesem Jahr. Der
Amoklauf von Winnenden hat uns gezeigt, dass es keine Garantie gibt für
unsere Sicherheit und Unversehrtheit, und er hat Fragen aufgeworfen, die
jeden von uns verstören. 15 Kinder starben von der Hand eines Kindes,
das ebenso sein Leben verlor. Wir fragen: Wie konnte das geschehen? Und
in uns nagt das Gefühl, dass wir etwas Wichtiges übersehen haben müssen
bei der Art, wie wir zusammenleben.
Dann der Schock im September: An einer Münchner S-Bahn-Station war einer
wachsam, couragiert, hat wehrlosen Kindern beigestanden. Aber er hatte
keine Chance. Wir haben in diesem Jahr Taten erlebt, die uns an die
Grenze des Verstehbaren geführt haben. Sie haben uns ratlos gemacht. Und
doch steckt in ihnen auch eine Aufforderung: Die Aufforderung,
nachzudenken über uns selbst und wie wir zusammenleben. Sind wir achtsam
genug miteinander?
Da denke ich auch an unsere Soldatinnen und Soldaten in Afghanistan.
Machen wir uns klar, was ihr Dienst bedeutet? Meine guten Wünsche sind
bei ihnen und auch bei den Landsleuten, die sich fern der Heimat im
Dienst der Polizei oder der Hilfsorganisationen für Sicherheit und
friedlichen Aufbau einsetzen. Ihnen allen sende ich einen herzlichen
Weihnachtsgruß.
Achtsam leben, das heißt auch, sich für eine gerechte Ordnung einsetzen,
bei uns und in der Welt. Da gibt es noch viel zu tun. Wir haben gerade
erlebt, dass Maßlosigkeit bei Finanzakteuren und Mängel bei der
staatlichen Aufsicht die Welt in eine tiefe Krise gestürzt haben. Wir
brauchen Ehrbarkeit und bessere Regeln in der Finanzwirtschaft. Wir
brauchen das Verständnis dafür, dass Geld den Menschen dienen muss und
sie nicht beherrschen darf.
Ich verlange Einkehr von den Verantwortlichen. So, wie ich sie mir
selbst und uns allen abverlange. Wir leben in einer Welt, die wir selbst
gestalten dürfen. Das ist ein Geschenk. Aber es verpflichtet uns auch,
die Defizite unserer Welt zu erkennen und dagegen anzugehen.
Wir horchen staunend auf, wenn eine NASA-Sonde Wasser auf dem Mars
entdeckt haben soll - aber wir haben verlernt zu staunen über das
Wasser, das bei uns so selbstverständlich aus dem Hahn fließt, wo doch
anderswo die Menschen tagein, tagaus viele Kilometer laufen müssen, um
an Trinkwasser zu kommen.
Wenn wir wollen, dass unsere Erde - und wir haben nur die eine - auch
morgen noch eine gastliche Heimat sein soll, dann müssen wir achtsamer
mit den natürlichen Lebensgrundlagen umgehen. Das bedeutet, bewusster zu
leben. Für eine bessere Lebensqualität in besserem Einklang mit der
Schöpfung.
Es geht darum, mit Ideen, Vernunft und Einsatz den Weg für eine gute
Zukunft zu finden. Trauen wir uns etwas zu! Es geht um eine Politik, die
über den Tag hinaus denkt und handelt. Es geht um eine Kultur der
Achtsamkeit und Anerkennung, überall. Das schafft Vertrauen. Und jeder
von uns kann dazu beitragen.
Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr Ihnen allen. |
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